Toller Artikel über unseren 1. Vorsitzenden Peter Tegeler im Weser Kurier

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Haustürgespräch: SV Marhorst

Die Gemeinschaft im Mittelpunkt

Niklas Golitschek 04.05.2020 0 Kommentare

Seit Kindheitstagen engagiert sich Peter Tegeler im SV Marhorst, dessen Vorsitz er inzwischen innehat. Im Haustürgespräch mit dem WESER-KURIER erzählt er von besonderen Ereignissen und seinen Zukunftsplänen.

Michael Galian

Peter Tegeler ist seit Kindesbeinen Mitglied im SV Marhorst – und mittlerweile auch Vorsitzender des Vereins. (Michael Galian)

Ob Kreisfeuerwehrzeltlager, Tennis-Rekorde oder große Feten – in Marhorst wird trotz seiner überschaubaren Größe immer wieder ein beachtliches Programm angeboten. Dazu trägt auch der SV Marhorst seinen Teil bei. „Wir betrachten es als unsere Aufgabe, Veranstaltungen auch abseits des Sports auf die Beine zu stellen“, sagt der Vorsitzende Peter Tegeler. Vereinsmitglied ist der gebürtige Marhorster bereits, „seitdem ich laufen kann“. Das dürften bald 40 Jahre sein, merkt Tegeler an. Mit Fußball angefangen begleitete er den Verein durch glorreiche Bezirksliga-Zeiten, trainierte selbst Jugendmannschaften und freut sich nun, dass die erste Mannschaft in der 1. Kreisklasse wieder eine gute Rolle spielt. Hoch hinaus müsse es dabei gar nicht gehen. „Wir wollen nicht großartig mit Geld hantieren. Die Leute sollen sich wohlfühlen und vernünftig Sport treiben können“, findet Tegeler, der auch mehrere Jahre als zweiter Vorsitzender aktiv war.

Eigene Jugendabteilung

Dass die Gründungssparte des SV Marhorst noch immer eine eigene Jugendabteilung betreibe, sei eine Besonderheit. „Wir sind einer der wenigen Vereine ohne Spielgemeinschaft. Von der B- bis zur G-Jugend haben wir alle Altersklassen besetzt“, sieht Tegeler die Abteilung mit drei Herren-, einer Damen- und einer Altherrenmannschaft gut aufgestellt. Die alte A-Jugend ist nun die Drittvertretung, drei aktuelle A-Jugendliche nutzen zudem ihr Gastspielrecht bei der JSG Mörsen-Twistringen. Er sehe jedoch keine Notwendigkeit, sich der Spielgemeinschaft anzuschließen, sagt Tegeler. Dass die Sparte noch genug eigenen Nachwuchs findet, führt er auch auf das auf Breitensport ausgelegte Konzept zurück. „Wir wollen allen eine Chance geben, zu spielen und ziehen alle mit durch“, sagt Tegeler. Ziel sei, mit Kameradschaft zu begeistern und auch den weniger leistungsstarken Talenten Spielzeit zu geben. Auch seine beiden Kinder kicken beim SV Marhorst. Tegeler sind derweil die anderen Abteilungen gleichfalls bestens vertraut – alles in allem zählt der Verein knapp 700 Mitglieder.

Fußballspiele verfolgt er inzwischen nur noch von der Seitenlinie, in der Gymnastik und auf dem Tennisplatz ist er dagegen noch selbst aktiv – als einer der wenigen Erwachsenen. Mit rund 25 Jugendlichen ist der Nachwuchs deutlich stärker vertreten.

Stolz verweist Tegeler auch auf das Jiu-Jitsu-Angebot, in nunmehr 15 Jahren hat Trainerin Rosi Lindemann bereits mehrere Niedersachsenmeister ausgebildet. Im Vorjahr stellte der SV Marhorst außerdem den Kreismeister im Videospiel Fifa. Es gebe sogar Überlegungen, dafür eine eigene Abteilung zu etablieren. „Das wird vom NFV unterstützt und gefördert“, merkt Tegeler an.

Gerne erinnert er sich darüber hinaus an die Höhepunkte außerhalb des sportlichen Geschehens – beispielsweise das Kreisfeuerwehrzeltlager vor fünf Jahren. „Da haben wir mal eben die Einwohnerzahl verdreifach – alle haben mitgeholfen“, erzählt Tegeler. Dank solcher Aktionen, bei denen sich Schützenverein und Ortsverein wiederholt engagieren, werde der Zusammenhalt im Ort gestärkt. Unvergessen auch der Tennis-Weltrekord von Christian Masurenko und Dennis Heitmann, als die beiden im Jahr 2017 79 Stunden und neun Minuten auf dem Court standen, um das geplante Dorfgemeinschaftshaus (DGH) zu unterstützen. Hinzu kommen Veranstaltungen wie Kohlfahrten oder der Winterzauber.

Ein weiterer Höhepunkt soll in diesem Jahr die 750-Jahr-Feier des Ortes werden. Mörsen, Scharrendorf und Abbenhausen würdigen dann ebenfalls ihre ebenso lange Vergangenheit. Tegeler hofft außerdem, dass bald der Spatenstich für das DGH terminiert wird und ein neues Kapitel für die Marhorster Gemeinschaft beginnen kann. „Der Verein ist schon irgendwo der Mittelpunkt im Privatleben“, sagt Tegeler über sein langjähriges Engagement. „Man hat sein ganzes Leben hier verbraucht und kennt es nicht anders, als in der Freizeit für den SV Marhorst tätig zu sein.“

Zur Sache

Wenn es um Sport geht, stehen oft diejenigen im Mittelpunkt, die Tore erzielen, Top-Zeiten laufen, schwimmen oder fahren und Punkte sammeln. Doch wer leitet eigentlich die Sportvereine in unserer Region? In unserer neuen Serie Haustürgespräch stellen wir die Menschen an der Spitze der Klubs vor.

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